Dienstag, 25. Juli 2017

10. und letzter Tag Le Havre

Zum Schluß schauen wir uns noch Le Havre an. Es begrüßt uns die berühmt-berüchtige "Aida", ein deutsches Kreuzfahrschiff mit 1.000 oder 2.000 oder 3.000 Menschen an Bord. Jedenfalls so viele, dass sie im Stadtbild von Le Havre nicht zu übersehen sind. Wer's mag ....
Auch ansonsten liebt die Stadt die Größe und das Mächtige. Riesige Schiffe fahren ein, der Jachthafen ist ebenfalls gewaltig und die Straßen und Häuser würden auch gut zu Ost-Berlin passen, Frankfurter Allee oder so.

Dazu muß man sagen, dass Le Havre im Krieg ziemlich vollständig zerstört wurde durch britische Bomber, es war ja von der Wehrmacht besetzt, und man danach eine moderne Stadt aufbauen mußte und wollte. Die "Meister des Stahlbeton" machten sich ans Werk, prominente Architekten legten sich ins Zeug. So ist Le Havre in seiner modernen, nüchternen Art das genaue Gegenstück geworden zu Honfleur auf der anderen Seite der Seine. Aber, es hat in seiner Konsequenz Charakter, es ist nicht uninteressant, nur halt völlig anders als die antiken Stadtzentren, die ansonsten die Städt an der Küste kennzeichnen. Man sollte es gesehen haben.

Ein gutes Beispiel ist die Kirche St. Joseph. Ein riesiger Bau aus Beton, nicht schön anzusehen, aber Innen total faszinierend durch die vielen, kleinen Glasfenster, die das Licht genau berechnet brechen und damit religiöse Symbolik wieder geben. Ein fantastischer Bau mit Sogwirkung!

Wir essen schlecht, Fish and Chips, sollte man in Frankreich auch nicht machen, die Chips schwammig, der Fisch nicht durchgebraten. Es gibt sicher bessere Restaurants in Le Havre.

Der Ausblick von der Anhöhe aus entschädigt. Man sieht den ganzen Hafen, die Seine-Mündung und der Blick geht bis Deauville. Das Wetter ist gut, wir sind gut gelaut und beschließen nach Hause zu fahren.

Wir haben gesehen, was wir sehen wollten. Der Nachteil unserer sehr schönen Ferienwohnung ist, dass sie auf einem Plateau liegt, so daß man immer fahren muß, um ans Meer zu gelangen. Die Fahrerei in der Normandie insgesamt ist mühselig, da alle naselang ein Kreisverkehr kommt, und jeder noch so kleine Ort viele Schweller in die Straßen eingebaut hat, die richtig heftig sind. Wenn man zu schnell darüber fährt, kann die Achse brechen. Man muß auf Tempo 15-20 km runterbremsen und das macht auf die Dauer keinen Spaß.

Fahrradwege kann man vergessen, so dass unsere Räder fast nicht zum Einsatz gekommen sind. Das Wetter tat sein übriges, auch wenn zum Schluß die Sonne scheint. Wer weiß, wie lange. Es ist genug.




Im Hafen ist die Aida nicht zu übersehen. Romatische Kreuzfahrt sieht anders aus.


Kunst am Hafen aus Containern errichtet


Hauptsache groß und aus Stahl oder Beton. Sieht trotzdem gut aus.




Ein Riesen-Containerschiff bei der Einfahrt


Der Jachthafen - für die Arbeiter? Le Havre gilt als "rote" Hochburg.


Kunst am Bau


Die markante Kirche St. Joseph


Der Altar


Blick in den Kirchturm


Ost-Berlin? Nein, Le Havre


Gut erholt. Vom blauen Auge ist zum Glück nicht mehr viel zu sehen.


Hier hat sich der Architekt Oscar Niemeyer verewigt. Wir wissen nicht, was das ist.


Blick bis nach Deauville


Au revoir Le Havre, au revoir Normandie!





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