Am
späten
Vormittag waren wir soweit, der Restalkohol verdunstet, die Wohnung
aufgeräumt,
die Sachen gepackt. So voll die Autobahn bei der Fahrt in die
Uckermark war (2 1/2
Stau an
einem Fleck!), so üerraschend frei war sie am Sonntag, 16.7.2017.
Wir
kamen reibungslos durch Holland, Belgien und die Picardie an die
Seine-Mündung. Dort üerquerten wir die Seine über ein gewaltiges
Brükenbauwerk, die Pont de Normandie.
Uuuiii,
das geht ab! Steil in die Höhe, 100 Meter über dem Wasser, steil
wieder runter, ein filigranes Kunstwerk. Ich bekam feuchte Hände.
Unsere
Ferienwohnung liegt au゚erhalb
von Honfleur, sehr hübsch gelegen. Die Wirtin weist uns ein, ein
Cottages, ähnlich
dem, das wir vor 2 Jahren in Cornwall bewohnt hatten.
Auf
die Räder,
ab in die City! Aber wo ist sie? Wir fragen uns durch. Dann geht es 2
Kilometer rasant bergab. Mit Tempo 50 km erreichen wir Honfleur. Das
neue Rad von Vera liegt ruhig und satt auf der Straße
wie ein fetter Mercedes. An die Rückfahrt denken wir noch nicht.
Honfleur
ist voll mit Menschen, die Geschäfte
um den alten Hafen haben alle geöffnet. Wir setzten uns ins "Мaison
blue", das eine Auge auf den Hafen und das geschäftige
Treiben und Flanieren die Touristen gerichtet, hauptsächlich
Franzosen (Pariser beim Wochenendausflug?) das andere auf die Räder,
was aber überflüssig erscheint. Keiner interessiert sich für sie.
Die
halbe Bier schmeckt zwar gut, kostet aber 10 Euro. Wir beschließen
woanders noch etwas zu essen.
Eine
kleine Brasserie mit anregenden Bücher ausgestattet erfüllt unsere
Erwartungen. Eine Crepe mit Buchweizenmehl und Käse
und eine Tarte Elsassienne reichen uns für diesen Abend. Der
Aufstieg beginnt. Da, wo wir mit 50 km 2 Kilometer bergab gefahren
sind, müssen wir dummerweise auch wieder hoch. Wenn wir das jeden
Abend machen, können wir an der Tour de France teilnehmen, gefühlt
jedenfalls. Aber wir schaffen es, wenn auch schweißgebadet.
Unsere
Gastgeber haben eine Flasche Birnen-Cidre im Kühlschrank deponiert, wir
setzen uns in den kleinen Garten und genießen
sie. Sie schmeckt wunderbar!
| Pont de Normandie, die Brücke zwischen Le Havre und Honfleur |
| Blick von oben auf die Seinemündung |
| Ein eindrucksvolles Bauwerk, rechts neben dem durchgezogenem Streifen, der Radweg. |
| Le port vieux von Honfleur an einem Sonntagabend |
| "Le maison blue", wo wir unser 10-Euro-Bier trinken. Man zahl halt den Blick mit. |
| Die Brasserie. Gleich gibt's Essen! |
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