Montag, 17. Juli 2017

1. Tag Ankunft in Honfleur

Am späten Vormittag waren wir soweit, der Restalkohol verdunstet, die Wohnung aufgeräumt, die Sachen gepackt. So voll die Autobahn bei der Fahrt in die Uckermark war (2 1/2 Stau an einem Fleck!), so üerraschend frei war sie am Sonntag, 16.7.2017.

Wir kamen reibungslos durch Holland, Belgien und die Picardie an die Seine-Mündung. Dort üerquerten wir die Seine über ein gewaltiges Brükenbauwerk, die Pont de Normandie.

Uuuiii, das geht ab! Steil in die Höhe, 100 Meter über dem Wasser, steil wieder runter, ein filigranes Kunstwerk. Ich bekam feuchte Hände.

Unsere Ferienwohnung liegt auerhalb von Honfleur, sehr hübsch gelegen. Die Wirtin weist uns ein, ein Cottages, ähnlich dem, das wir vor 2 Jahren in Cornwall bewohnt hatten.

Auf die Räder, ab in die City! Aber wo ist sie? Wir fragen uns durch. Dann geht es 2 Kilometer rasant bergab. Mit Tempo 50 km erreichen wir Honfleur. Das neue Rad von Vera liegt ruhig und satt auf der Straße wie ein fetter Mercedes. An die Rückfahrt denken wir noch nicht.

Honfleur ist voll mit Menschen, die Geschäfte um den alten Hafen haben alle geöffnet. Wir setzten uns ins "Мaison blue", das eine Auge auf den Hafen und das geschäftige Treiben und Flanieren die Touristen gerichtet, hauptsächlich Franzosen (Pariser beim Wochenendausflug?) das andere auf die Räder, was aber überflüssig erscheint. Keiner interessiert sich für sie.

Die halbe Bier schmeckt zwar gut, kostet aber 10 Euro. Wir beschließen woanders noch etwas zu essen.
Eine kleine Brasserie mit anregenden Bücher ausgestattet erfüllt unsere Erwartungen. Eine Crepe mit Buchweizenmehl und Käse und eine Tarte Elsassienne reichen uns für diesen Abend. Der Aufstieg beginnt. Da, wo wir mit 50 km 2 Kilometer bergab gefahren sind, müssen wir dummerweise auch wieder hoch. Wenn wir das jeden Abend machen, können wir an der Tour de France teilnehmen, gefühlt jedenfalls. Aber wir schaffen es, wenn auch schweißgebadet.

Unsere Gastgeber haben eine Flasche Birnen-Cidre im Kühlschrank deponiert, wir setzen uns in den kleinen Garten und genien sie. Sie schmeckt wunderbar!


Pont de Normandie, die Brücke zwischen Le Havre und Honfleur

Blick von oben auf die Seinemündung

Ein eindrucksvolles Bauwerk, rechts neben dem durchgezogenem Streifen, der Radweg.

Le port vieux von Honfleur an einem Sonntagabend
  
"Le maison blue", wo wir unser 10-Euro-Bier trinken. Man zahl  halt den Blick mit.





Die Brasserie. Gleich gibt's Essen!




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