Im Reiseführer wird an die glorreiche, alte Zeit erinnert, als Maler und Dichter sich hier tummelten. Davon ist nichts mehr zu spüren. Die Autos verstopfen die engen Straßen, am Fluß,der Trouville von Deauville trennt, sind die Parkplätze untergebracht und ansonsten flanieren Touristen, die in der Regel bieder und häßlich sind, die Jüngeren mit Baseballmützen, die verkehrt herum aufgesetzt sind, die Älteren mit Baseballmützen, Schirm nach vorne, und dicken Bäuchen oder hagere, knochige Pariserinnen. Die Schönen und Reichen müssen woanders sein.
Wir sind jedenfalls den vom Tourismusbüro empfohlenen Pfad mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt entlang gelaufen, den Erinnerungen an Prominente von früher folgend, zB: Marguerita Duras, Eric Satie, dem wunderbaren Komponisten, Gustave Flaubert, dem Schriftsteller.
Duras hat sich direkt ein Appartment gekauft, als sie das erste Mal nach Trouville kam, berühmt war und Geld hatte und sie aß regelmäßig im Restaurant Le Central.
„In der mit Wandbänken, langer Theke und flotten Kellnern scheinbar aus Paris nach Trouville verpflanzten Brasserie hatte die Schriftstellerin in einer hinteren Ecke ihren Stammplatz. Auf der mit Meeresfrüchten, Fisch, steak frites, friture du pays endlos langen Karte wählte sie meist Crevetten oder Seezunge – und reichlich Wein. … Im Central hat sich bis heute nichts verändert. Nur der prominente Gast mit der klobigen Brille im Gesicht und dem jungen Mann am Arm, der immer am Tisch hinten in der Ecke saß, kommt nicht mehr“. Dumont Reisetaschenbuch: Normandie.
Man kann es auch anders sehen: sie war depressiv, trank 6-8 Liter Rotwein am Tag und der junge Verehrer war schwul. Ihre Biographie jedenfalls ist absolut lesenswert. Was für ein Leben!
http://www.deutschlandfunk.de/marguerite-duras-biographie.700.de.html?dram:article_id=79934
Ich lese jetzt ihren Roman, "Der Liebhaber". Kurzrezension folgt.
Wir haben jedenfalls hervorragend gegessen und getrunken, gegenüber vom Le Central im La Maritim. Danach Heimfahrt und dringend nötiger Mittagsschlaf. Danach Radtour rund um unsere Ferienwohnung unter Vermeidung der steilen Abfahrt nach Honfleur. Es gibt zahlreiche Ferienwohnungen und herrschaftliche Prachtvillen, es wird sehr viel gebaut. Das Essen für die nächsten Tage kaufen wir im Ort, wir finden nur Aldi und Lidl. Bis auf die Wurst, Salami vom schwarzen Schwein, 300 Gramm für 12 Euro im Feinkostladen. Wo ist die gesunde Mitte?
| Links Trouville, rechts Dauville. Keine schöne Promenade. |
| Les Planques - der hölzerne Laufsteg |
| Der Strand |
| Schöne Häuser an der Strandpromenade I |
| Schöne Häuser an der Strandpromenade II |
| Die Treppe bei der Wohnung von Margarite Duras, wo sie sich besoffen hochschleppte |
| Schöne Häuser an der Strandpromenade III |
| Schöne Häuser an der Strandpromenade IV |
| Le Central - das Restaurant der Madame Duras |
| La maritime - das Restaurant von Madame Vera |
| Bon appetit - mai oui! |
| Unsere Ferienwohnung mit Veras neuem Fahrrad |
| Der Garten der Ferienwohnung mit Veras Möwe, Firma Utopia Velo |
| Umgebung |
| Umgebende Feriensiedlung |
| Alte Fachwerkehäuser in der Nähe |
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