Das Museum ist gut gefüllt, bei dem Wetter kommen viele Menschen auf die Idee. Das Museum besteht aus einem Dorf, wie es so um das 18. und 19. Jahrhundert ausgesehen hat mit ein paar Ausflügen auch ins frühe 20. Jahrhundert.
Die Häuser wurden nachgebaut oder im Originalzustand hierher transportiert. Das Museum wurde geplant, nachdem der Abschlußdeich 1932 fertig gebaut worden war, der die Zuidersee von der Nordsee trennt und damit nicht nur Schutz vor den Stürmen und Fluten brachte, sondern auch das Leben der Menschen grundlegend veränderte. Seitdem wurde die Zuidersee in Ijsselmeer umbenannt.
Bis dahin waren Enkhuizen und die ganze Zuidersee direkt mit dem Meer verbunden. Von hier aus fuhren die Schiffe bis nach Indien und die "Niederländische Ostindien-Kompanie" (VOC) trugen erheblich zum Reichtum und Wachsen der Stadt bei. 1622 hatte die Stadt 22.000 Einwohner und war die fünftgrößte Stadt in Holland. Die Einwohnerzahl ging runter auf 5.000, heute sind es wieder 18.000.
Die Fischerboote konnten nicht mehr in der Nordsee fischen, um Kabeljau zu fangen, wofür sie bis nach Grönland gesegelt waren, die Handelsschiffe fuhren ab dann über Amsterdam, Enkhuizen war abgehängt.
Heute lebt die Stadt in erster Linie vom Tourismus, aber auch von Saatzucht und Landwirtschaft.
Also, das Museumsdorf wurde geplant und gebaut, um die Erinnerung an die "gute, alte Zeit", auch das Goldene Zeitalter genannt, wachzuhalten. Das ist gelungen. Die einzelnen Häuser kann man besichtigen, aber auch das Gefühl der Gemeinschaft im ganzen Dorf nachempfinden. Die Häuser haben oft Gärten vor der Tür, wo Obst und Gemüse sorgfältig angepflanzt wurde, sie haben Sitzbänke vor dem Haus, in der Mitte steht die Kirche und man kann sich gut vorstellen, wie die Menschen nach Feierabend sich zum Schwätzchen draußen versammelt haben.
Die alten Gewerke werden gezeigt, zum Teil sitzen da Menschen, die sie noch akutell mit den alten Geräten betrieben. Schmied, Bürstenbinder, Scherenschleifer, Seiler, Segelmacher, Schiffenzimmermann, Korbflechter, Drechsler usw.
Auch heute noch merkt man, wie die Menschen in diesem großen Museum ruhiger werden, weil sie die Straßen ungezwungen und gemächlich nutzen können, die Kinder spielen mit altem Spielzeug, die Smartphones spielen plötzlich keine Rolle mehr, die Enten im Wasser und die grasenden Schafe und Ziegen sind viel interessanter und greifbarer, es ist alles überschaubar und auf menschliche Größe ausgerichtet.
In manchen Häusern hängen Fotos, die die Menschen bei der Arbeit damals zeigen. Es sind ernste, von der Arbeit gekennzeichnete Gesichter, aber es sind keine unglücklichen Gesichter. Man kann sich vorstellen, dass das Leben und die Arbeit hart waren, aber die Menschen haben im Freien gearbeitet oder bei geöffneter Tür, sie hatte ihre kleinen Häuser, ihre Dorfgemeinschaft und sie waren frei. Soweit Lebensdaten bei den Fotos angegeben waren, wurden sie auch sehr alt, oft über 80 Jahre.
Wieder ein neuer Eindruck von Enkhuizen auf uns und ein entspannender, entschleunigender Vormittag, der uns sehr gut gefallen hat. Auf der Skala von 1-10 eine glatte 10.
| Die Stadtmauer ist nicht hoch, aber lang. Hier das Tor zum Hafen. |
| Hinter der Mauer ... |
| .... liegen die Schiffe |
| Am Eingang schon mal ein schönes Holzhaus |
| Jede Menge alte Segelschiffe |
| Und Frachtschiffe |
| Schmid |
| Ein alter Amboß |
| Wunderschöne Holzschiffe |
| Die Türme der Muschelkalkbrennerei |
| Manche alten Segler sind noch aktiv |
| Dorfidylle |
| Was da wohl qualmt? Fischräucherei? |
| Paßt zeitlich nicht ganz, sieht aber schau aus |
| Die Muschelkalkbrennerei mit Muschelkalkberg |
| Die meisten Häuser haben einen Garten, wo sie Gemüse anpflanzen |
| Blick auf die Stadt vom Museum aus |
| Hier gibt es was zu essen |
| Eine Windmühle darf nicht fehlen. Sie ist noch in Betrieb und kann besichtigt werden, |
| Dorfansicht |
| Viele Kinder unterwegs |
| Spielgeräte für jung und alt |
| Kegelbahn |
| Labyrinth |
| Scheiben müssen in die Tore geschubst werden |
| Noch ein Kahn zum Abschluß des Besuchs |
| Auf dem Rückweg gehen wir beim Stadtgefängnis vorbei |
| Gefängniszelle |
| rechts mit beleuchtetem Klo |
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